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Von der Diagnose bis zur Therapie

Wie entsteht Krebs?

Krebs kann entstehen, wenn sich das Erbgut in den Zellen verändert. Zu diesen Mutationen können verschiedene Faktoren beitragen. Eine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen:

  • der natürliche Alterungsprozess
  • der Lebensstil (einseitige Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholkonsum)
  • äussere Einflüsse (Viren, Schadstoffe, Passivrauchen, UV-Strahlung)
  • Vererbung oder Genetik

Wann sollten Sie einen Facharzt aufsuchen?

Brustkrebs verursacht oft lange keine Symptome. Je nach Art des Tumors kann es mehrere Jahre dauern, bis Sie ihn fühlen können. Dann hat der Tumor oft einen Durchmesser von rund einem Zentimeter erreicht.

Warnzeichen zeigen sich aber auch schon vorher. Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie mit einem Spezialisten reden:

  • Knötchen, meist nicht schmerzhaft (oder eine härtere Stelle in der Brust)

  • Hautveränderungen (Entzündung, Rötung, Orangenhaut)

  • Schrumpfung oder Schwellung der Haut (vor allem im Bereich der Brustwarze)

  • Veränderungen der Brustwarze (Entzündung)

  • plötzlicher Grössenunterschied zwischen den beiden Brüsten

  • Ausfluss durch die Brustwarze (ausser bei Schwangerschaft oder beim Stillen)

  • geschwollene Lymphknoten (in der Achselhöhle, unter dem Schlüsselbein oder auf einer Seite des Brustbeins)

  • unerklärlicher Gewichtsverlust

Früherkennung: ab 50 alle zwei Jahre zur Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenaufnahme. Mit ihr können sehr kleine Tumore erkannt werden. Und zwar lange bevor man sie ertasten kann oder andere Symptome auftreten. Deshalb eignet sie sich so gut für die Früherkennung.

Frauen zwischen 50 und 70 Jahren sind besonders gefährdet. Darum gibt es kantonale Screening-Programme. Alle zwei Jahre sollten sie sich untersuchen lassen, selbst wenn es keine Warnzeichen für Brustkrebs gibt.

Diese Untersuchung ist durch die Kantone geregelt. Oft übernehmen sie teilweise oder gar vollumfänglich die Kosten des Untersuchs – unabhängig von der gewählten Franchise in der Krankenkasse.

Sie haben eine Frage zum Screening-Programm in Ihrem Kanton oder wollen gleich einen Termin vereinbaren? Rufen Sie uns an unter +41 22 366 93 67 oder schreiben Sie uns.

Diagnose: Mammographie und andere Methoden

Haben Sie Schmerzen in der Brust, beobachten Sie Verformungen oder ertasten Sie Knötchen? Dann kann eine Mammographie eine allfällige Anomalie der Brust genauer aufzeigen.

Ausser der Mammographie können auch diese bildgebenden Methoden zum Einsatz kommen:

  • Ultraschall. Dieser Untersuch kann die Mammographie bestätigen und präzisieren.
  • Magnetresonanztomographie (MRT). Erzeugt medizinische Bilder in 2-D- und 3-D-Ansichten. Sie bietet sich an, wenn mit der Mammographie keine klare Interpretation möglich ist oder sich die Ergebnisse von Abtasten und Mammographie widersprechen.
  • PET/CT-Scanner. Diese Methode kombiniert die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT). Dadurch entstehen Bilder, die sich gegenseitig ergänzen. So können Krebstumore und Metastasen genau erkannt und in ihrer Entwicklung beobachtet werden.

Zeigt die medizinische Bildgebung eine Anomalie, dann bringt anschliessend eine Biopsie Klarheit. Dafür entnimmt der Spezialist eine winzige Probe vom Gewebe, wo er den Tumor vermutet. Damit er mit der Nadel oder Stanze die Probe genau am richtigen Ort extrahiert, wird der Eingriff visuell geführt: mit Mammographie, Ultraschall oder MRT.

Das Tumorboard: Experten für korrekte Diagnosen

Im Centre du Sein GSMN, dem Brustzentrum von Swiss Medical Network, kommt jede Woche ein interdisziplinäres Team zu einer Sitzung zusammen: das Tumorboard. Hier treffen sich Experten aller Fachgebiete.

Gynäkologen, Brustchirurgen, Radiologen, Radio-Onkologen, plastische und rekonstruktive Chirurgen, Pathologen, Psychiater, Physiotherapeuten und spezialisierte Pflegefachfrauen – die Breast Care Nurses – besprechen die klinische Situation jeder Patientin.

Gemeinsam beratschlagen die Experten auch die nächsten Schritte: die richtige Screening-Strategie, die korrekte Diagnose oder den besten Weg zur Behandlung – ob Operation, Bestrahlung oder systemische Therapie.

Das Tumorboard im Brustzentrum trifft sich jeden Dienstag von 17.15 bis 19.00 Uhr. Sind Sie Arzt und wollen einen Fall diskutieren? Dann rufen Sie uns an unter +41 22 366 93 67 oder schreiben Sie uns.

Spezialisten für eine zweite Meinung

Krebs ist eine ernste Krankheit. Die Entscheidung zur Behandlung trifft niemand leichtfertig. Weder Ärzte noch Patientinnen. Umso wichtiger ist es, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Und sich sicher sein können, alle Informationen zu bekommen, die Sie im Vorfeld brauchen.

Wenn Sie eine zweite Meinung wünschen, dann ist das nur normal. Ihr Arzt wird das nicht als Zeichen des Misstrauens werten. In manchen Kantonen ist das Recht auf eine zweite Meinung sogar gesetzlich verankert – zum Beispiel im Kanton Waadt.

Im Brustzentrum von Swiss Medical Network ermutigen wir unsere Patientinnen, anderswo eine zweite Meinung einzuholen. Und natürlich bekommen Sie auch bei uns jederzeit eine zweite Meinung zu Ihrer Behandlung bei einem anderen Spezialisten.

Wünschen Sie eine zweite Meinung zu Ihrer Diagnose oder Therapie? Dann rufen Sie uns an unter +41 22 366 93 67 oder schreiben Sie uns.

Behandlung nach Mass

Brustkrebs verläuft bei jeder Patientin anders. Darum werden auch die Behandlung und die Pflege individuell auf Mass geschneidert.

Ob Chirurgie, Strahlentherapie oder systemische Therapie – Ihr persönlicher Therapievorschlag wird vom interdisziplinären Expertenteam im Tumorboard individuell entwickelt. Ihr Arzt erläutert den Plan im Detail. Und die Breast Care Nurse steht Ihnen die ganze Zeit zur Seite.

Im Brustzentrum bieten wir folgende Behandlungen an (detailliertere Angaben finden Sie in unserer Broschüre «Brustkrebs – von der Diagnose bis zur Behandlung»):

Die Medizin macht grosse Fortschritte bei der Behandlung von Brustkrebs. Deshalb werden die therapeutischen Ansätze laufend angepasst. Wir arbeiten mit führenden Forschungszentren zusammen. So haben unsere Patientinnen immer Zugriff auf die neuesten Medikamente. Sofort, wenn die Zulassung bewilligt ist. Und manchmal sogar schon vorher im Rahmen von Studien unter Aufsicht von Bund und Kantonen.

Ihre Behandlung: ein Plan in fünf Schritten

Ihre Behandlung im Brustzentrum von Swiss Medical Network stützt sich auf ein personalisiertes Konzept für die Therapie und die Pflege:

Schritt 1: Kontaktaufnahme mit dem Fachspezialisten. Vereinbaren Sie ein erstes Beratungsgespräch, wenn Sie klinische Symptome entdecken. Ihr Facharzt weiss, welche Untersuchungen jetzt nötig sind.

Schritt 2: Diagnose auf der Basis der medizinischen Bildgebung, der zytologischen Untersuchung und des Bluttests. Wir bestimmen die Pathologie und entnehmen für weitere Untersuchungen – wenn nötig – Proben in einer Biopsie. Anschliessend legen wir die beste Behandlungsstrategie fest.

Schritt 3: Verfeinerung der Diagnose, Erläuterung der Vorteile und Nebenwirkungen der geplanten Behandlung in Absprache mit verschiedenen Fachärzten. Wir wollen, dass Sie verstehen, welche Therapie für Ihre Situation am besten geeignet ist. So können Sie zu 100 Prozent hinter der Entscheidung stehen. Ein personalisierter Behandlungsplan informiert Sie über jeden Schritt.

Schritt 4: Durchführung der Behandlung. Sie absolvieren die Behandlung aus Ihrem persönlichen Behandlungsplan Schritt für Schritt. Ergeben zusätzliche Untersuchungen neue Erkenntnisse, dann wird der Plan angepasst.

Schritt 5: Nachsorge nach abgeschlossener Therapie und Pflege in Zusammenarbeit mit den Fachärzten des Brustzentrums von Swiss Medical Network und Ihrem Hausarzt.